Die Brücke in Zahlen

Die Müngstener Brücke ist mit 107 Metern auch heute noch die höchste Stahlgitterbrücke Deutschlands. Sie ist 465 Meter lang. Die Kosten betrugen 2.646.368,25 Mark. Die Bauleitung hatten: Geheimer Baurat Illing, Regierungsbaurat Delmes, Geheimer Baurat Brewitt und die Regierungsbaumeister Carstanjen und Rohlfs. Ausführende Firma war die MAN - Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg - mit Direktor Riepel und den Ingenieuren Bohny, Herrmann, Bilfinger und Möbus. Beim Bau der Brücke kamen auch Arbeiter zu Tode. Es gibt davon aber nur kurze Notizen in der damaligen Presse. Insgesamt sollen sechs Menschen umgekommen sein. Autos gab es damals noch nicht. Pferdefuhrwerk und Postkutsche erledigten bergauf und bergab mühsam den Transport. So war die Herstellung der Eisenbahnverbindung zwischen den beiden bergischen Städten Solingen und Remscheid eine große Erleichterung. Betrug die Entfernung in der Luftlinie nur 8 Kilometer, so konnte man sich bis zur Errichtung der Brücke mit der Bahn nur auf einem 44 Kilometer langen Umweg erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf der Brücke ist auf 80 Stundenkilometer beschränkt. Die Anstrichfläche der Brücke beträgt 75.000 qm.

Für die ganze Brücke wurden folgende Materialien verbaut:

Flußeisen

4.734 Tonnen

Gußstahl

125 Tonnen

geschmiedeter Gußstahl

79 Tonnen

Martinstahl

36 Tonnen

Blei

0,10 Tonnen

Schrauben

1,10 Tonnen

Schmiedeeisen/Temperguß

3,20 Tonnen

Summe: 4.978,4 Tonnen

Nach Abzug von 37,1 Tonnen Material für die Montage entfielen auf die Hauptbauteile:

Bogen einschließlich Gerüstträger über dem Bogen

2.111 Tonnen

Gerüstpfeiler

1.100 Tonnen

Fahrbahn

991 Tonnen

Gerüstträger

634 Tonnen

Besichtigungswagen

98 Tonnen

Summe: 4.934 Tonnen

Die Kosten setzten sich folgendermaßen zusammen:

Eisenkonstruktion

2.276.751,22 Mark

Erd- und Mauerwerk

369.635,03 Mark

Summe: 2.646.386,25 Mark