Historisches

Die Geschichte der Brücke...

Der "Thal-Übergang" entsteht

Dem Gemeinwohl zur Förderung, dem Verkehr zur Erleichterung, der Technik zur Anerkennung!" Beim Richtfest der "Kaiser-Wilhelm-Brücke" über das Tal der Wupper bei Müngsten am 22. März 1897 sprach dies der Geheimrat Brewitt von der damaligen königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld. Nur wenige Monate später, am 15. Juli 1897, wurde die Riesenbrücke eingeweiht. Der Errichtung des "Thal-Übergangs", der das schon bestehende Eisenbahnnetz mit der Verbindung Solingen-Remscheid vervollständigte, waren jahrelange Verhandlungen der Eisenbahnlobby mit den preußischen Regierungsstellen vorangegangen.
mehr...


Prinz Leopold kam zum Einweihungsfest

Tausende zogen am Einweihungstag (Bild links: Einweihung der Brücke) bei schönstem Sommerwetter zur Brücke. Die Stadt glich einem Fahnenmeer, die damalige Kaiserstraße (Hauptstraße), die für den Fahrverkehr gesperrt wurde, einer Allee von Tannen- und Lindenbäumen. Die Büros der Stadt blieben geschlossen. Der Zug mit den Ehrengästen lief um 9.55 Uhr im Hauptbahnhof ein. Solingens Oberbürgermeister Dicke und Remscheids Oberbürgermeister Bohlen standen mit den Stadtverordneten und anderen Honoratioren bereit, die Ehrengäste zu empfangen.
mehr...


Kaiser erschien zwei Jahre später

Erst zwei Jahre später, im August 1899, hatte der Namensgeber der "Kaiser-Wilhelm-Brücke" das technische Wunderwerk im Blickfeld. Aber auch da gab es im Vorfeld ein tüchtiges Hin und Her und zunächst eine Absage, so daß der Remscheider General-Anzeiger auf vorausgegangene Anzeigen zum Kaiserbesuch schon einen Rabatt von 50 Prozent gewähren wollte. Dann die Nachricht: Der Kaiser kommt doch! Nun kannten die Vorbereitungen keine Grenzen mehr.
mehr...


Den "Selbstmord" 30 Jahre überlebt

Es gibt Geschichten, die kennt jeder, aber keiner weiß, woher. Bestimmt kennen Sie auch diese: Der Baumeister der Müngstener Brücke hat sich von derselbigen in die Wupper gestürzt. Einen Tag vor der ersten Probefahrt packte ihn die nackte Angst, seine statischen Berechnungen könnten falsch gewesen sein, und unter der Last einer Dampflok würde sein Werk zusammenbrechen.
mehr...



Die Müngstener Brücke im 2. Weltkrieg

Fast hätte die Müngstener Brücke den Weltkrieg nicht überstanden. Zeitzeugen berichten von mutigen Männern, die die Zerstörung der Eisenbahnbrücke verhindert haben. Durch Verzögerungstaktiken heimatliebender Offiziere und das beherzte Zugreifen der Sprengsoldaten konnte Schlimmstes verhindert werden. "Die englichen Fliegerangriffe hatten der Brücke nur wenig geschadet, jetzt sollte sie dem Rückzug zum Opfer fallen", erinnert sich Willi God an die Stunden, in denen bereits erstes Geschützfeuer von der Remscheider Seite aus zu hören war.
mehr...


Das Geheimnis des goldenen Niets

100 Jahre wird die Müngstener Brücke alt. Und mindestens genauso lange rankt sich eine Legende um sie: Auf der Suche nach dem goldenen Niet: Irgendwo zwischen den 934.456 Nieten, die die Eisenstangen der Brücke zusammenhalten, soll sich ein Niet aus purem Gold befinden. Das hat schon manchen zu waghalsigen Kraxeleien veranlaßt. Zuletzt hat sich im Sommer 1992 ein Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks auf Schatzsuche begeben. Ohne Erfolg, für den abendfüllenden Spielfilm "Der goldene Niet" mußte Goldlack herhalten. Selbst die Sanierungstrupps der Deutschen Bahn AG, die die Brücke samt Niete regelmäßig überprüfen, sind noch nicht fündig geworden.
mehr...